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Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Autismus-Spektrum-Störung

Schülerinnen und Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) werden in allen Schulformen unterrichtet, so auch in der Kämpenschule. In der Regel liegt eine ärztliche Diagnose bei der Einschulung vor. In den letzten Jahren lag der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit ASS bei 15 bis 20 Prozent.

Innerhalb des Schulalltags werden autistische Schülerinnen und Schüler soweit wie möglich in den Tages- und Unterrichtsalltag integriert. Darüber hinaus brauchen sie individuelle Hilfen. In der Kämpenschule gibt es verschiedenste Förderansätze:

TEACCH - Treatment and Education for Autistic and related Communication handicapped Children

(Förderung und Erziehung autistischer und anderer kommunikationsbehinderter Kinder)

Ziel ist es, die Umwelt vorhersehbar und verständlich zu machen, Verunsicherung und Orientierungslosigkeit zu verhindern und Unabhängigkeit zu erhöhen.
Es geht um die Strukturierung des Raumes, der Zeit, von Aktivitäten, von Material und Aufgaben sowie der Einführung von Routinen als Strukturierungshilfe. Visuelle Orientierungshilfen spielen hier eine ganz besondere Rolle, z.B. Kennzeichnung der Räume mit Metacomsymbolen.
Bei Bedarf werden in den einzelnen Klassen Arbeitsplätze nach den Kriterien des TEACCH-Ansatzes eingerichtet.

PECS - Picture Exchange Communication System

(Tauschsystem mit Bildsymbolen)

In der Anfangsphase (von insgesamt sechs Stufen) gibt eine Schülerin oder ein Schüler eine von ihr oder ihm ausgewählte Symbolkarte dem Gegenüber und erhält dadurch einen gewünschten Gegenstand bzw. eine gewünschte Aktion.
Es ist für viele Schülerinnen und Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung ein entscheidender Schritt zu erleben, ich tue etwas und es passiert etwas, sich selber als Initiator von Handlungen zu erleben.
PECS dient der Anbahnung und Förderung von Kontaktaufnahme, Kommunikation und des selbstständigen Handelns.

FC - Facilitated Communication

(gestützte Kommunikation)

FC ist eine Methode, mit nichtsprechenden Menschen in Kommunikation zu treten. Hierbei teilt sich die Person durch Zeigen auf Objekte, Bildkarten, Symbole, Wortkarten, Buchstaben mit. Dabei wird sie durch eine andere Person gestützt, d.h. sie erhält motorische, emotionale und/oder verbale Hilfestellung.

Darüber hinaus wird der regelmäßige Austausch mit außerschulischen Therapie- und Fördereinrichtungen der betreffenden Schülerin / des betreffenden Schülers gepflegt.

Die Kämpenschule ist im Arbeitskreis Autismus-Spektrum-Störung des Ennepe-Ruhr-Kreises vertreten.

chrisch - 02.09.2016 / aktualisiert: 09.09.2017
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